„Ich will einfach nur zocken.“- Mit dieser Aussage startete die Jugendkonferenz am Gymnasium Schönau, die am Donnerstag, den 26.03 stattfand. Zum Kennenlernen und als „Warm-up“ wurden den Schüler*innen Fragen gestellt, zu denen sie sich im Raum positionieren sollten. Eine Frage lautet: „Sollte E-Sport als Schulsport eingeführt werden?“ Die Meinungen gingen hier auseinander.
Nach dem Warm-up hatten die Jugendlichen Zeit, sich mit den 10 Thementischen zu beschäftigen. Neben den großen politischen Themen wurde auch konkret daran gearbeitet, wie die beispielsweise Schule der Zukunft aussehen soll. Neben Klassikerfragen, wie der Wunsch nach mehr Digitalität oder größerer Wahlfreiheit, wurde auch diskutiert, ob man beispielsweise Gebärdensprache an Schulen lernen sollte. Die Teilnehmenden hatten dabei die Wahl zwischen 7 Thementischen: Jugendbeteiligung, Demokratie und Staat, Politik, Wirtschaft, Arbeit und Beruf, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Schule und Bildung, Sicherheit und Frieden. Diese großen Themen konnten sie dann individuell ausgestalten, sodass wirklich ihre eigenen Probleme und deren Lösung im Vordergrund standen.
Doch sie konnten nicht nur ihre eigenen Meinungen zu den verschiedenen Themen darlegen, sondern auch mit verschiedenen Mitschüler*innen der eigenen Schule sowie der Nachbarschule diskutieren. Jede Stimme war dabei gleichermaßen wichtig und auch wilde Ideen absolut erlaubt – gar gewünscht.
Tempus fugit mit „Aufbruch“ am Gymnasium SchönauAm Donnerstag, den 19.03.2026 fand für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 eine weitere Veranstaltung zur Berufsorientierung statt. Hier lag der Fokus jedoch nicht auf Informationen durch Vorträge, sondern auf dem realen Erleben der Berufsorientierung im „echten Leben“.
Im Verlauf der Veranstaltung durften die Schülerinnen und Schüler in kleineren Gruppen zusammen die Zukunft eines Avatars gestalten. Dazu verkörperte eine Schauspielerin oder ein Schauspieler von „tempus fugit“ eine Person, die über Themen wie ihre Berufswahl, ihre Zukunft, aber auch partiell Geldsorgen oder familiäre Schwierigkeiten nachdachte. Immer wieder war im Gestalten der näheren Zukunft des Avatars die Gruppe wichtig, um die anstehenden Lebensentscheidungen zu diskutieren und zu reflektieren. Dabei konnten sich die Gruppen kreativ und direkt mit den anstehenden Fragen der Zukunftsplanung auseinandersetzen und mitnehmen, dass es nicht „den einen richtigen Weg“ gibt, um seine Zukunft zu gestalten. Das Projekt wurde von der Schülerschaft besonders aufgrund der partizipativen Elemente positiv aufgenommen.
Im Februar und März beschäftigte sich die 7b im Musikunterricht mit dem Thema Soundscapes. Soundscapes sind Klanglandschaften, die uns umgeben.
Unsere Leitfrage war: Wie und warum verändern sich Soundscapes? Lesen Sie den kompletten Bericht unter folgendem Link.
“On the Move – Migration and Cross-Cultural Encounters” – “In Bewegung – Migration und interkulturelle Begegnungen” – Das ist das Schwerpunkthema der diesjährigen Abiturprüfung in Englisch im Baden-Württemberg. Behandelt werden der Film „Arrival“ und acht Kurzgeschichten zu verschiedenen Herausforderungen, die die Protagonist/innen erleben – Angefangen vom Verlassen der Heimat, verursacht durch Armut und Krieg, bis hin zur Ankunft in einem vermeintlich sicheren Ausland, geprägt von Diskriminierung und Ignoranz.
Um diese hoch aktuellen Themen zu verarbeiten, bot sich Anfang März der Besuch der Theateraufführung im Freiburger Seepark-Bürgerhaus, organisiert durch die Englisch-Lehrerin des Leistungskurses Zoulfia Schreiber und begleitet von ihrer Kollegin Ulrike Wilhelm. Die ausgewählten fünf Schicksale der Hauptfiguren wurden sehr eindrucksvoll von ebenfalls fünf Schauspielern in englischer Sprache dargestellt: Mit wenigen Requisiten, dafür aber mit viel dramaturgischem Können hat die Theatertruppe des TNT-Theatre, unterstützt vom Carl-Schurz-Haus in Freiburg, die Abiturient/innen in ihren Bann gezogen. Auch die gelungene Umsetzung der Handlung und der einzelnen Charaktere haben die Gymnasiast/innen sehr gelobt – „Während des Schauspiels konnte man sich sehr gut in die Figuren hineinversetzen, mit ihnen fühlen, ihr Leid spüren“, so die Schüler/innen.
Großer Erfolg für das Gymnasium Schönau: Die beiden Schüler Rawan Alomar und Raphael Gail sind beim Landeswettbewerb Mathematik Baden-Württemberg mit einem dritten Preis ausgezeichnet worden.
Die beiden Achtklässler stellten sich in diesem Schuljahr der Herausforderung des anspruchsvollsten Mathematikwettbewerbs für die Mittelstufe im Land. Gefordert war dabei nicht nur Rechenfertigkeit, sondern vor allem mathematisches Denken und kreatives Problemlösen.
Im Wettbewerb gilt es, vier umfangreiche Aufgaben aus den klassischen Teilgebieten der Mathematik zu bearbeiten: Zahlentheorie, Geometrie, Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Zwar lassen sich die Aufgaben grundsätzlich mit dem Schulstoff der Klassen acht und neun lösen - ihr Schwierigkeitsgrad geht jedoch deutlich über den regulären Unterricht hinaus.
Am Donnerstagvormittag, den 26. Februar 2026, fand im Bürgersaal Schönau eine besondere Autorenlesung für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schönau sowie der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental statt. Zu Gast war der junge Aktvist und Buchautor Jakob Springfeld, der sein Werk „Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts“ vorstellte. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Helferkreis Oberes Wiesental. Dessen Vertreterin Carolina Bruck-Santos begrüßte die Anwesenden herzlich und hob das vielfältige Engagement des Autors für Demokratie, Klimaschutz und den Kampf gegen Rechtsextremismus hervor. Für seinen Einsatz wurde Springfeld 2024 mit dem Stromrebellenpreis der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) ausgezeichnet.
Bereits zu Beginn der Lesung überzeugte der Autor durch seine offene und authentische Art, mit der er das junge Publikum sofort in seinen Bann zog. Eindrücklich nahm er die Zuhörenden mit in seine Heimatstadt Zwickau – eine Stadt, die durch den Terror des sogenannten „NaPonalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) traurige Bekanntheit erlangt hat. Dort wuchs Springfeld auf, anfänglich ohne das Ausmaß der rechtsextremen Strukturen in seiner Umgebung zu erkennen. Erst persönliche Begegnungen und Freundschaften – insbesondere mit Menschen wie Mustafa, die selbst Rassismus erfahren mussten – öffneten ihm die Augen für die tief verwurzelten Vorurteile und den Hass in seiner Heimat. Diese Erfahrungen prägten sein Engagement nachhaltig.