Am 26. Juni nahmen 27 Schülerinnen aus den neunten und zehnten Klassen an einem Selbstverteidigungskurs teil, den Frau Dittrich auf den Wunsch einiger Schülerinnen hin organisiert hat. Herr Moosmann kam zu uns an die Schule, um uns beizubringen, wie wir uns verhalten sollten, wenn wir in eine kritische Situation kommen.
Nach einer Begrüßung im Musiksaal, bei der wir auch unsere Erwartungen teilten, fingen wir mit einigen „einfachen“ Übungen an, wobei uns schnell klar wurde, wie wichtig es ist, auf unser Bauchgefühl zu hören. Genau das wollte Herr Moosmann uns auch vermitteln. Wir lernten, dass wir im besten Fall gar nicht erst in eine Situation kommen, in der uns jemand wehtut, wenn wir in uns hineinhören und unserem Gefühl vertrauen.
Die Übungen waren mit Selbstbewusstsein verbunden, denn laut „Stopp“ schreien und auf Knopfdruck böse schauen, war sicher nicht für alle einfach. Herr Moosmann schaffte allerdings eine Atmosphäre, in der sich alle trauten, sich so ausdrucksstark zu verhalten. Wir hatten aber auch die Möglichkeit körperliche Verteidigung zu lernen, denn ist man erstmal in einer solchen Situation, sollte man sich zu helfen wissen. Ungefähr nach der Hälfte des Workshops bat Herr Moosmann uns nach draußen auf den Pausenhof, mit dem bewussten Ziel unser Selbstbewusstsein noch mehr zu fördern. Trotz vorbeilaufender SchülerInnen und aus dem Fenster schauender Lehrerkräfte, schafften wir es meistens bei der Sache zu bleiben und überwanden so vielleicht auch die Peinlichkeit und das Überdenken.
Herr Moosmann war die ganze Zeit über sehr offen und beantwortete alle unsere Fragen. Hoffentlich hat er sein Ziel erreicht, nämlich, dass wir in Zukunft alle selbstbewusster und handlungsfähiger leben können.
Sophia Sladek & Amelie Engesser