Wie kann unsere Schule ein guter Lern- und Lebensort für alle sein? Mit genau dieser Frage beschäftigten sich am 22. Juli 2026 zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie erstmals auch Eltern beim Forum Demokratie III am Gymnasium Schönau.
Das Forum Demokratie bietet die Möglichkeit, Demokratie erlebbar zu machen, Anregungen zu sammeln und vor allem zur Teilhabe zu motivieren. Dieses Mal war das Ziel der Veranstaltung,
gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie das Wohlbefinden aller Mitglieder der Schulgemeinschaft nachhaltig gestärkt werden kann.
Im Mittelpunkt des Tages stand die sogenannte Zukunftswerkstatt, welche sich aus den Phasen „Kritik“, „Utopie & Fantasie“ sowie „Strategie&Umsetzung“ zusammensetzte. Nach einem gemeinsamen Einstieg und einem fachlichen Input, der von der Schulsozialarbeiterin Frau Grizzaffi vertieft wurde, beschäftigten sich die Teilnehmenden zunächst mit der Frage, welche Aspekte das Wohlbefinden an der Schule aktuell beeinträchtigen. Die gesammelten Gedanken wurden an Stellwänden festgehalten und anschließend bei einem Gallery Walk gemeinsam betrachtet und priorisiert.
Im weiteren Verlauf rückte der Blick bewusst nach vorne: Ohne Einschränkungen entwickelten die Gruppen Ideen für eine Schule, an der sich alle wohlfühlen können. Aus diesen Visionen entstanden schließlich konkrete Vorschläge, die anschließend auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und weiter ausgearbeitet wurden. Dabei beschäftigten sich die Gruppen unter anderem mit dem Drinnenbleiben während der großen Pause im Winter, Lösungsansätzen gegen die Hitze im Schulgebäude, einer Erweiterung des AG-Angebots - besonders hinsichtlich der Förderung der SuS - , Klassenfahrten,alternativen Formen der Leistungsbewertung sowie dem Umgang mit Notendruck.
Abschließend stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. Schulleiter Jörg Rudolf nahm die Vorschläge entgegen, informierte teilweise bereits über laufende Maßnahmen und sagte bei verschiedenen Ideen seine Unterstützung zu. Das Forum Demokratie III zeigte erneut, wie viele konstruktive Ideen innerhalb der Schulgemeinschaft entstehen können, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Demokratie nicht nur im Unterricht vermittelt, sondern auch im Schulalltag aktiv gelebt werden kann – indem gemeinsam diskutiert, nachgedacht und an konkreten Verbesserungen gearbeitet wird.
Verfasst von: Julika Schröder